Gleichstellung

Stand der Dinge

Die Gleichstellung von Mann und Frau ist seit 1981 in der Verfassung verankert und seit 1996 im Gleichstellungsgesetz festgeschrieben. In der Realität ist die Gleichstellung jedoch noch lange nicht erreicht. Frauen sind nach wie vor untervertreten in Kaderpositionen. Sie erhalten immer noch deutlich tiefere Löhne als Männer. Zur Zeit gehen mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen, aber nur gut einer von zehn Männern, einer Teilzeitarbeit nach.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, heisst für die Grünen nicht nur das Recht der Mütter auf gerechte Teilhabe im Erwerbsleben durchzusetzen, sondern auch das Recht der Männer auf Familie ernst zu nehmen. Wir fordern deshalb eine Arbeitswelt, die unter Flexibilität nicht freie Verfügbarkeit der Arbeitnehmenden versteht, sondern Flexibilität bei der Arbeitszeit für Mütter und Väter gleichermassen anbietet.
Die Grünen bekämpfen stereotype Rollenbilder und die ungerechte Rollenverteilung und kämpfen für eine tatsächliche Chancengerechtigkeit. Sie stellen dabei konkrete Forderungen, sei es in Form von Vorstössen, sei es bei Aktionen, in Vernehmlassungsantworten oder Resolutionen. Sie fordern beispielsweise mehr Frauen in den Verwaltungsräten, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, eine Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und einen Vaterschaftsurlaub.
Gleichzeitig kämpfen die Grünen dafür, dass sich die Gleichstellungsidee in den Köpfen und Herzen der Männer und Frauen festsetzt, damit die Gleichstellung tatsächlich eine gesellschaftliche Realität wird.