Windräder in geschützten Landschaften
Auch Windkraft muss ökologisch verträglich produziert werden
Dank der kostendeckenden Einspeisevergütung kommt Bewegung in die Produktion von erneuerbarer Energie. Das ist gut so. Nur so kann sich die Schweiz aus den Fesseln der Atomkraftwerke befreien. Doch für mich ist klar: Auch die Nutzung von Sonne, Wind und Wasser hat ökologische Grenzen.
„Auf den Jurahöhen sind mehr als 230 Windturbinen geplant“, war gestern in den Medien zu lesen. Auf dem Marchairuz-Pass im Vallée de Joux wollen die Gemeinden zusammen mit der Stadt Lausanne einen Windpark mit zehn Turbinen errichten. Brisant daran: Dieses Gebiet ist im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN) aufgenommen. Das eidgenössische Natur- und Heimatschutzgesetz verlangt die ungeschmälerte Erhaltung der BLN-Gebiete. Soll dieser Schutz nun für die Förderung der erneuerbaren Energieträger geopfert und daher Windparks auch in BLN-Gebieten bewilligt werden?
Für mich ist klar, Windräder haben wie auch neue Hochspannungsleitungen oder neue Strassen in BLN-Gebieten nichts zu suchen. Ich bin froh, dass die Grünen diese Position in ihrem Energiepapier festgehalten haben. Es wäre unglaubwürdig, Windräder zur Produktion von erneuerbaren Energien zuzulassen, während Hochspannungsleitungen nicht toleriert wurden und werden, obschon sie ja auch Strom aus erneuerbaren Energieträgern transportieren. Zum Glück haben auch die Umweltverbände und die Energiewirtschaft bereits 2004 vereinbart, Windparks nur dort zu bauen, wo sie das Landschaftsbild wenig stören und bereits bauliche Beeinträchtigungen bestehen.
Auch wenn ich die Förderung von Sonne-, Wind- und Wasserkraft fordere, will ich nicht die anderen, ebenso berechtigten Anliegen über den Haufen werfen. Daher wehre ich mich gegen die Erhöhung der Grimsel-Staumauer, weil dadurch einmalige national geschützte Moorvegetation unwiederbringlich verschwinden würde. Ich bin vielen Kleinwasserkraftwerken gegenüber skeptisch eingestellt, weil damit den Fischen das Wasser und damit ihre Lebensgrundlage entzogen wird. Und ich bin gegen Windparks in BLN-Gebieten, weil intakte Landschaften für mich zur Schweizer Heimat gehören.
Das ökologisch verträgliche Produktionspotenzial beträgt für die Windenergie laut Umweltorganisationen zwischen 1,5 Milliarden Kilowattstunden und 4 Milliarden Kilowattstunden. In der Schweiz gibt es im Jura, aber auch in den Voralpen und Alpen windgünstige Standorte, die in keinem Landschaftsschutzgebiet liegen. An diesen Standorten lässt sich die Windkraft ökologisch verträglich produzieren. Lassen wir hier neue Windparks entstehen und belasten wir die Landschaftsschutzgebiete von nationaler Bedeutung nicht mit neuen Bauwerken – auch nicht zur Produktion von erneuerbaren Energien.
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Windkraft auch anders
unter YouTube findet man noch eine offenbar nächstens realisierte und umweltfreundliche Windkraft-Möglichkeit, die man im Auge bahalten sollte:
"Windbelt" oder "humdinger Windbelt"
Vielleicht hilft es wenn in den Medien darüber berichtet wird, damit diese Methode nicht in einem Tresor verschwindet.
Mit freundlichem Gruss masi
Landschaft- oder Umweltschutz?
Weit verbreitet ist bei der einheimischen Bevölkerung die Meinung, dass die Grünen die Erstellung der Windparks verhindern wollen. Die lokal engagierten Grünen allerdings setzen sich sehr für die Verwirklichung der Windparks ein. In diesem Sinne danke ich sehr für die "klaren" Signale auf nationaler Ebene.
Die grüne Utopie wäre wohl eine Schweiz welche keine Schutzzonen braucht, weil überall ökologisch nachhaltig, sozial verträglich und menschlich bewusst gelebt und produziert wird. Die Nutzung der Windenergie ist einer von vielen kleinen Schritten zu diesem Ziel.
Es ist nicht schwierig sich für den Schutz von Reservaten stark zu machen, das kann auch die SVP. Von den Grünen wäre ein tiefergreifendere Analyse und Forderung zu erwarten. Und nicht vergessen: Auch das Mittelland war mal eine schöne Landschaft. Und könnte es wieder werden.
Liebe Grüsse aus dem "noch" unversehrtem Thal
Woher denn die Energie?
Daher befürworte ich ich sämtliche sinnvollen, alternativen Energien. Also, überall wo es Wind hat, ein Windkratwerk hinstellen. So schnell wie möglich!
Ein sauerer Apfel gibt eben auch Nahrung.
Frau Teuscher, wie wollen Sie denn die Energieproduktion der AKW ersetzen, wenn Sie recht viele Projekte schon zu Beginn ausschliessen?
Windkraft im Jura
Stopp der Stromverschwendung!
Erneuerbare Produktion - aber wie?
Ich bin überzeugt, dass der Strombedarf der gesamten Schweiz mit Solarenergie (auf Bauernhof- und Firmendächern) und anderen das Oekosystem nicht belastender lokaler Energieförderung langfristig gedeckt werden kann. Auf Atomkraftwerke kann locker verzichtet werden.
Nur ein kleiner Artikel im Energiegesetz (EnG 7a) leistet noch Widerstand, welcher jede ökologische Lösung im Energiebereich verhindert und die Schweiz von allfälligen Stromlieferungen aus Südeuropa und der Sahara und der Nagra als deren dafür nötigen finanziellen Förderer abhängig macht.
http://www.nwa-schweiz.ch/uploads/media/Deckel_weg_02.pdf
Was nützt die Denkmalpflege und die Landschaftsästhetik, derweil unsere Erde kaputt geht?
Lanschaftschutz ist aber komplex und hat mehrere Dimensionen, zB auch die Erhaltung der Vegetation. Diese ist durch die Klimaerwärmung zunehmend bedroht. Der Trend setzt sich fort, wonach Unwetter zunehmen und die Landschaft vermehrt verwüsten. Nur unter Einbezug aller erneuerbarer Energien kann es uns gelingen, die fossilen Brennstoffe zu reduzieren, um so den Ausstoss von CO2 zu verringern.
Gefragt sind wegweisende Entscheide. Nicht nur von den Kantonen, auch von den Gemeinden! Doch leider wird die Nutzung von erneuerbarer Energien noch immer verzögert und behindert, ja sogar verhindert. Kürzlich wurde in Herznach/AG eine Fotovoltaik Anlage auf einem 22 Jahre alten Haus aufgrund des Ortsbildschutztes verhindert. (AZ berichtete)
Was nützt die Denkmalpflege und die Landschaftsästhetik, derweil unsere Erde kaputt geht?
IG Wind plus Heitersberg
Interessengemeinschaft zur Förderung von erneuerbaren Energien
Präsidentin
Theresia Meier-Wettstein, Remetschwil
PS: Windenerigeanlagen lassen sich nach 30 Jahren ohne Altlasten zurückbauen. Die Landschaft ist nicht zerstört. Bis dann wird man vielleicht noch genialere Möglichkeiten der Stromgewinnung erfunden haben. Und unsere Nachkommen können neu entscheiden, wie sie ihre Energieversorgung sichern möchten.
Vielfalt statt Grösse
Windkraft in der Schweiz überdenken
http://www.windland.ch/presse/Raumplanung_Aargau.pdf
humdinger wind belt
mithelfen, dass eine preiswerte und effektive Energiequelle nicht einfach in einer Patent-Schublade verschwindet. Zeigt im Internet Euer Interesse. Spricht mit Euren Freunden und Politikern darüber. Es wurden von den Entwicklern auch Gratis-Anleitungen angeboten - vielleicht gilt das immer noch. She auch youTube: humdinger wind belt.
Ein Viedeo über ein Lego-Modell ist dort ebenfalls zu finden. Bis jetzt stehen hier nicht die finenziellen Interessen im Vordergrund !!!
@ Sigg Marcelle - Windbelt !
Bin auch sehr interessiert am Windbelt ! Wenn Du möchtest kannst mich anrufen: 079 377 10 33
oder 032 633 00 10
Möchte mich mit den Möglichkeiten für Selbstbauer und für kleinere Anlagen und Schwachwind beschäftigen, wie auch mit der Weiterverbreitung der Idee. Bin Landwirt in Niederbipp.
Grüsse
Christian
