Stopp der Bodenzerstörung

28.05.2009 - Aline Trede

Die beste Lösung ist die Landschaftsinitiative

Die Zerstörung des Bodens muss endlich gestoppt werden. Innerhalb eines Jahres werden in der Schweiz 4200 Fussballfelder Landschaft verbaut. Würden diese Felder aneinandergereiht und würde darauf Fussball gespielt, stünde ein Torwart in Bern und der andere in Paris.
Jeder Versuch, diese unwiderrufbare Zerstörung zu bremsen, muss unterstützt werden. So befürworten die Grünen auch die Initiativen von Franz Weber, die am 4. Juni im Nationalrat behandelt werden. Zwar hätten sie einen Gegenvorschlag des Bundesrates bevorzugt, doch dieser hat beide Initiativen ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfohlen.
Die erste Initiative will den Bau von Zweitwohnungen begrenzen. Damit soll verhindert werden, dass insbesondere touristische Gemeinden mit Siedlungen verschandelt werden, welche die meiste Zeit unbewohnt sind.
Die zweite Initiative will den Bau von grossen Anlagen nur noch zulassen, wenn sie aus bildungs- oder gesundheitspolitischer Sicht oder aus Natur- und Landschaftsschutzgründen unbedingt nötig sind. Denn solche Anlagen zerstören die Landschaft nicht nur direkt, sondern auch indirekt, weil die Siedlungen in ihrer Umgebung rasant und unkontrolliert anwachsen.
Wir Grünen unterstützen die beiden Initiativen, weil wir hoffen, dass sie in der Bevölkerung eine breite Debatte rund um die Raumplanung auslösen werden. Das Volk muss sich bewusst werden, wie kostbar unser Boden ist und dass seine Zerstörung nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn es dies realisiert, wird es zur Landschaftsinitiative der Grünen nicht mehr Nein sagen können. Die Grünen haben diese Initiative weniger als ein Jahr nach den Weber-Initiativen eingereicht. Sie befasst sich mit dem gleichen Problem wie die Weber-Initiativen. Sie bietet aber die bessere Lösung.

3 Kommentare

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Kommentare

Nachhaltiger als Landschaftsinitiative

Initiative ist gut, Ursache bekämpfen besser. Wieso wird der Grund für die Zerstörung des Bodens nicht bekämpft. Letztes Janr wurden zusätzliche 106700 Menschen in der Schweiz angesiedelt. Wieso? Jedes Jahr muss dafür eine Stadt St Gallen gebaut werden, mit dem Energieverbrauch, dem Abfall, dem Nahrungsbedarf von St.Galllen. Da nützen meine Sparmassnahmen auch nichts mehr. Die Atomlobby freuts. Wieso höre ich höchstens aus der Rechtsaussenecke das Wort "Ueberbevölkerung"? Es ist doch das grünste Anliegen überhaupt, im Einklang mit der Natur zu leben, die Natur nicht zu zerstören, die natürlichen Grenzen des Oekosystems zu respektieren. Wieso schweigen die Grünen zu diesem Thema?
Werner | 17.06.2009

an Werner

Ok, die bürgerlichen werden irgendwie so wie bei dir Werner gegen die Landschaftsinitiative quasseln. Nur kann man ihnen dann vorwerfen die Endlösung zu propagieren. Die Atomlobby freut, dass im Energiesetz der Artikel 7a alle ökologischen Bestrebungen abmurkst. Dazu sollten die Grünen nicht schweigen.
Kirchgraber Stefan | 01.07.2009

Das Schweigen der Lämmer

Also Werner! Wenn es um ideologische Aspekte geht, darf man doch nicht so grob sein! Das muss man ganz vorsichtig angehen. Wie wenn man einem kleinen Kind erklären muss, dass die Welt rund ist und eben keine Scheibe. So verstehen manche Leute den Bodenschutz als wichtiges Element des Landschaftsschutzes an. Klar! Da darf man doch keine Villen bauen, die kann man ja nie mehr abbauen. Da sind die Windräder viel besser: Die kann man "restlos entfernen". Warum? Weil sie den Grünen ins Konzept passen. Jetzt stell' Dir mal vor, Du denkst grün, bist vielleicht politisch sogar eher links aber Du sagst so etwas Böses wie "zuviele Menschen", dann musst Du Dich nicht wundern, wenn Du von den Parteiideologen als Volksfeind bezeichnet wirst. Eine gewisse Gleichschaltung muss man akzeptieren, wenn man in eine Partei eintritt!
Christof Merkli | 09.11.2009

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