Es gibt konkrete Handlungsmöglichkeiten

18.03.2011 - Ueli Leuenberger

Nach Fukushima: Atomausstieg organisieren

Nach dem Erdbeben und dem vielen Leid, das über Japan hereingebrochen ist, sind wir betroffen und bestürzt. Trotz der Schwierigkeit, unsere Solidarität in konkreten Massnahmen auszudrücken, spüren wir den Wunsch und die Notwendigkeit zu handeln. Die gefährlichste Technologie, die es überhaupt gibt, muss endlich weg - weltweit und in der Schweiz!

 

Während wir weiterhin äusserst besorgt die Ereignisse in Fukushima verfolgen, liegt es an uns Grünen und allen AKW-Gegnerinnen und -Gegnern, die konkreten Handlungsmöglichkeiten bei uns in der Schweiz aufzuzeigen, um den Atomausstieg zu organisieren. Dabei verweise ich zum Beispiel auf unsere Petition, die online unterschrieben werden kann. Ebenfalls liegt es in den Händen der Endverbraucherinnen und Endverbraucher, die Atomenergie abzubestellen.

 

Ich rufe alle Grünen, alle AKW-Gegnerinnen und -Gegner, alle besorgten Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, nach ihren Möglichkeiten aktiv an der Schaffung einer starken Bewegung mitzuarbeiten. Wir müssen unseren entschiedenen Willen zum Ausstieg zeigen: Diskutieren, organisieren und demonstrieren für die Energiewende tut Not.

2 Kommentare

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Kommentare

Turboausstieg!

Liebe Grünen
Lieber Herr Leuenberger

Es reicht.
Ich appeliere in aller Form an Ihr AKW-Gegner-Politiker: Genug mit schweizer Kompromisse!, genug mit schweizer Anständigkeit und genug mit Ruhe und Warten. Jetzt muss es viel aggressiver werden in Bern.

Ich fordere ein Turbo-Ausstieg. Falls dies wirklich 45 Milliarden kostet, dann gut, machen wir! Ich zahle gerne meinen Anteil.
Zur Vergleich:
Mit 70 Milliarden haben wir der UBS gerettet.
Neue A-Kraftwerke würden uns sowieso 30 Milliarden kosten.
Die Schadenshöhe bei eine Katastrophen? Ungefähr 5 bis 7 TAUSEND MILLIARDEN! Und ausserdem wird einen grossen Teil der Schweiz unbewohnbar gemacht - für viele Jahrhunderte.

Nuklear-Technologie ist schlicht eine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Pro-Politiker und Lobbyisten sind Mitläufer, die unser Existenz, Familien und Land bedrohen.

Und letzlich ein Appell an die Landschaft- und Heimatschützer: mir ist lieber ein Landschaft mit Erneuerbar-Energie-Anlagen als ein komplett kaputtes Land. Um vernünftige Lösungen zu realisieren, arbeiten Sie bitte in zukunft MIT die entsprechende Architekten, Planer und Ingenieure zusammen, nicht dagegen!
Stephen | 18.03.2011

Was ist denn nun wirklich das Problem?

Liebe Grüne

warum sitzen wir IMMER noch auf der Atomenergie, obwohl die Nagra seit >20 Jahren den Nachweis für sichere Endlagerung erbracht haben sollte? Ist es Interesse an der Technologie? Geldgier? Lust an Abfällen? Spass an der wohl massivsten Subventierung einer Energietechnik? ...?

Keiner will eine sauteure und noch gefährliche Energietechnologie! Es ist die Energiesituation, die uns parieren lässt! Die elende energetische Konzeptlosigkeit! Die Unfreiheit unseres Landes, weil Entscheide nicht eingehalten werden können. Es ist das Vorgaukeln, das sich im Begriff "Lösung des Energieproblemes" äussert und dabei wäre es wohl richtiger von "momentaner Behebung des Energie-Engpasses" zu sprechen.

Warum denn jetzt eine Initiative gegen AKW, wenn das Problem so absehbar nicht gelöst werden kann? Wenn wir auch durch einen Entscheid weiterhin konzeptlos dahinwursteln? Energie ist eine Macht, die uns zwingt gegen unseren Willen zu entscheiden.

Bitte nutzt doch den ganzen Drive um eine Energiesteuer einzuführen, dem wohl einzigen und effizientesten Mittel, damit ENDLICH ein Konsens in Richtung wirkliche Lösung gefunden wird! Damit die Reaktoren abgestellt werden können ohne Stöhnen?

Wenn jetzt bereits über AKW abgestimmt wird, darf das gleiche befürchtet werden wie Mitte 80er Jahre, als eine Energiesteuer- und eine Atominitiative gleichzeitig eingegeben wurde. Ich habe mich damals wirklich eingesetzt und hatte vor allem damit zu tun, den Leuten zu erklären, dass die wichtige Initiative die Energieinitiative ist und nicht die Atominitiative! Das war ein totaler Fehlschuss! Die Abstimmung hat nur gespalten und beide sind zusammen abgelehnt worden, weil sie miteinander verknüpft wurden. Die Leute hätten wohl der Energieinitiative zugestimmt, wenn sie alleine gebracht worden wäre und irgendwann hätte sich ein Atominitiative erübrigt, weil schlicht nicht notwendig.

Ich fürchte, eine Atominitiative betoniert wieder mal die Einsicht, dass wir sie eben trotz Gefahr brauchen! Ich sehe bereits erste Anzeichen dafür…

Also: bitte so effizient eine gute Energieinitiative lancieren, wie dies für die Atominitiative gelungen ist!
Denn was ist eigentlich wirklich das Problem?
Lorenz Meier | 27.03.2011
GREENFO

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